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Max Beckmann Gesellschaft e.V.

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  Im Archiv werden über 1400 Briefe, darunter ca. 250 Autographen Max Beckmanns, sowie Briefe von Thomas Mann, Walter Benjamin oder Sigmund Freud u. a. aufbewahrt. Eigene große Komplexe stellen die Briefe Max Beckmanns an Günther Franke, Stephan Lackner und Reinhard Piper dar, sowie die Briefe Mathilde "Quappi" Beckmanns an ihre Schwester Hedda. Es befinden sich auch viele Briefe im Archiv, die Freunde und Bekannte des Künstlers unter einander gewechselt haben, wie etwa die beiden Kunsthändler Günther Franke und I. B. Neumann. Zahlreich ist das Material, das von Stephan Lackner bzw. dessen Nachkommen an das Archiv gelangt ist, darunter viele Tiposkripte und sämtliche Publikationen des Schriftstellers.

Im Max Beckmann Archiv werden außerdem ca. 6000 Photographien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und 1400 Spezialpublikationen aufbewahrt. Ein großer Teil dieser Bestände ist Eigentum der Max Beckmann Gesellschaft, ein anderer Teil gehört den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Der umfangreiche Bestand wird laufend ergänzt. Es werden außerdem die Werkverzeichnisse der Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik und Skulptur sowie die Bibliographie auf dem aktuellen Stand gehalten.

Neuerwerbungen

Im Juni 2005 wurden auf einer Auktion zwei Briefe Max Beckmanns an Günther Franke sowie das umfangreiche Konvolut des Briefwechsels von I. B. Neumann mit Günther Franke erworben, das etwa 130 Schriftstücke umfasst.

Ebenfalls auf einer Auktion wurden im November desselben Jahres drei Photographien Max Beckmanns erstanden, die Helga Franke (d. i. Helga Fietz) 1938 aufgenommen hatte.

Der Bestand des Archivs wurde 2005 zudem um einige Briefe und Karten Max Beckmanns bzw. seines näheren Kreises aus Privatbesitz erweitert. Mehrere Ansichtskarten, auf denen die für Max Beckmann wichtige Orte im Ersten Weltkrieg zu sehen sind, wurden von
Frau Dr. Christiane Zeiller und Frau Dr. Angelika Lenz geschenkt.

Im Juli 2006 wurde ein neues Konvolut Nachlaß Stephan Lackner teilweise kauflich erworben und teilweise geschenkt. Im Jahr 2006 kamen zwei wertvolle Schenkungen zum Bestand des Archivs hinzu. Ina Beckmann-Deventer, Freiburg im Breisgau, hat im August 2006 eine Photographie von Beckmanns Schwester Grete Zech und eine weitere vom Geburtshaus des Malers in Leipzig geschenkt. Außerdem gehört jetzt der Originalplan zu Max Beckmanns Hermsdorfer Haus zum Bestand des Max Beckmann Archivs.

Im Dezember 2006 wurde auf einer Auktion eine Fotoaufnahme von Hans Moeller „Doppelportrait Max Beckmann und Reinhard Piper“, 1922, aus der Sammlung Reinhard Piper gekauft.

Eine wichtige Erwerbung für das Max Beckmann Archiv konnte im Juni 2008 verwirklicht werden. Dabei handelt sich um ein Konvolut Waldemar und Oda Rösler mit sieben, zum Teil unveröffentlichte Schreiben von Max Beckmann sowie dem Briefwechsel zwischen Waldemar beziehungsweise Oda Rösler und verschiedenen Künstlern und Literaten wie etwa Ernst Barlach, Gottfried Benn, Walter Gropius, Käthe Kollwitz und Schmidt-Rottluff.

Im Juli und August 2008 haben wertvolle Schenkungen den Bestand des Max Beckmann Archivs bereichert. Dazu zählen neun Briefe des Dichters Wolfgang Frommel, Beckmanns wichtigen Gesprächspartner in Amsterdam an unterschiedliche Adressaten, außerdem eine Todesanzeige Frommels sowie ein spätes Porträtfoto von ihm, aufgenommen von seinem Neffen Melchior Frommel. Die Schenkung all dieser Dokumente ist den Nachkommen von Gerhard Frommel zu verdanken.

Von Professor Peter Selz hat das Max Beckmann Archiv auch 6 Photographien, die ihn selbst und Peter Beckmann zeigen, aufgenommen von Dímitri Hadzi (1921-2007), sowie einige Schriftstücke im Zusammenhang mit seiner Beckmann-Ausstellung von 1964 und der Documenta III.

Ebenfalls im Juli schenkte der Dichter Durs Grünbein eine eigenhändige Abschrift von seinem Gedicht „Was ich bin“, („ Im memoriam Max Beckmann“).

Frau Jeanette Scholz hat schließlich dem Archiv im August ein sehr wichtiges Konvolut übergeben mit 20 Briefen Max Beckmanns an Lilly von Schnitzler, davon 11 unveröffentlicht, außerdem mehreren Schreiben Lilly von Schnitzlers an unterschiedliche Adressaten sowie 11 Photographien von Max Beckmann 1938 im Amsterdam, aufgenommen von Helga Fietz.

Die Nachkommen von Stephan Lackner, Mitglieder unserer Gesellschaft, denen wir schon umfangreiches Material verdanken, haben dem Archiv  vier Manuskripte des Schriftstellers geschenkt: Paar im Sturm/Matthias und Marina, 1961, Das verzauberte Echo, 1955, Das Naturwunder, 1955,  Asche (Professor Virrus), 1955.

 

 

Brief von J. B. Neumann an Günther Franke
Brief von I. B. Neumann an Günther Franke, 3.10.1928
aus: Konvolut I. B. Neumann/Günther Franke
© Max Beckmann Archiv

Max Beckmann in seinem Amsterdamer Atelier
Max Beckmann in seinem Amsterdamer Atelier, 1938
©Foto: Helga Fietz

Ansicht von Straßburg
Ansicht von Straßburg, Feldpostkarte ca. 1915
© Max Beckmann Archiv

Zerschossene Ortschaft in der Nähe von Ypern
Zerschossene Ortschaft in der Nähe von Ypern, Feldpostkarte ca. 1915
© Max Beckmann Archiv

Sauf-Conduit für Ernest Morgenroth (Stephan Lackner)
Sauf-Conduit für Ernest Morgenroth (Stephan Lackner), 1938
aus: Konvolut Nachlaß Stephan Lackner
© Max Beckmann Archiv


Bauplan für Beckmanns Haus in Berlin-Hermsdorf
Bauplan für Beckmanns Haus in Berlin-Hermsdorf, entworfen von Minna Tube, 1906
© Max Beckmann Archiv

Reinhard Piper und Max Beckmann in München, Dezember 1922
Reinhard Piper und Max Beckmann in München, Dezember 1922
©Foto: Hans Möller

Wolfang Frommel an Gertrud Frommel 11. Juli 1945
Wolfang Frommel an Gertrud Frommel 11. Juli 1945
Geschenk der Nachkommen von Gerhard Frommel am 18. Juli 2008 an das Max Beckmann Archiv
Inv. Nr. MBG III 2
© Max Beckmann Archiv


Portraitfoto von Wolfang Frommel
Porträtfoto von Wolfang Frommel, aufgenommen von seinem Neffen Melchior Frommel.
Geschenk der Nachkommen von Gerhard Frommel am 18. Juli 2008 an das Max Beckmann Archiv
Inv. Nr. MBG III 2
©Foto: Melchior Frommel

Peter Beckmann und Peter Selz 1963
Peter Beckmann und Peter Selz 1963 vor dem Haus Lilly von Schnitzlers in Murnau
Geschenk von Professor Peter Selz, Berkeley, Ehrenmitglied der Max Beckmann Gesellschaft, im Juli 2008
©Foto: Dímitri Hadzi


Durs Gruenbein: Was ich bin
Durs Grünbein: Was ich bin
Geschenk des Dichters am 24. Juli 2008 an das Max Beckmann Archiv
Inv. Nr. MBG VIII 5
© Max Beckmann Archiv






Lilly von Schnitzler, 1929
Max Beckmann: Lilly von Schnitzler, 1929
Schwarze Kreide, 356 : 262 mm
Privatbesitz


Paar im Sturm/Matthias und Marina, 1961
Stephan Lackner: Manuskript von seinem Roman Paar im Sturm/Matthias und Marina, 1961
Geschenk der Nachkommen von Stephan Lackner im August 2008
Inv. Nr. MBG IV 1
© Max Beckmann Archiv