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| Einführung | | |
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Die Max Beckmann Gesellschaft erwirbt kulturhistorisch bedeutendes Material für das Max Beckmann Archiv aus Privatbesitz: Konvolut Stephan Lackner VII Geschenk der Söhne von Stephan Lackner, Peter, Lucas und Tom Im September 2010 gelangte weiteres wichtiges Material aus dem Nachlass des mit Max Beckmann befreundeten Schriftstellers und Sammlers Stephan Lackner als Geschenk an das Archiv. Es umfasst ca. 3000 Schriftstücke: den Schriftwechsel Stephan Lackners über mehrere Jahrzehnte mit zahlreichen Personen und Institutionen, alles unveröffentlicht. Bei den meisten Briefen lag als Durchschlag auch Lackners Antwort bei. Dazwischen befinden sich als Beilagen viele Einladungen, Zeitungsausschnitte und Prospekte. Die außerordentliche Bedeutung dieser Schenkung an die Max Beckmann Gesellschaft wird jeder ermessen können, der mit der Beckmann-Forschung vertraut ist. Lackner hat seine Sammlung mit Werken Beckmanns ersten Ranges aufgebaut. Er hat dem Künstler Aufträge erteilt, so 1936 die Illustration zu seinem Drama Der Mensch ist kein Haustier und er hat immer wieder erhellend über ihn Bücher und zahlreiche Aufsätze veröffentlicht. Die Max Beckmann Gesellschaft und das Archiv sind dank der guten Beziehungen zu Lackner wie zu seinen Nachkommen in der glücklichen Lage, seit Erwerbung des ersten Konvolutes 1998 und weiteren Erwerbungen bereits einen sehr großen Teil seiner Dokumente zu besitzen. Der Briefwechsel, der jetzt noch hinzugekommen ist, stellt eine ungewöhnlich reiche Fundgrube dar. Als Freund Beckmanns, Sammler seiner Werke und Autor stand Stephan Lackner mit allen denen in Verbindung, die auf die eine oder andere Weise für Beckmann engagiert waren. Lackner wird in seiner großen Bedeutung noch wesentlich deutlicher durch die Kenntnis dieser Korrespondenz. Im Folgenden kann schon eine ganz knappe Auswahl auf die große Bedeutung des Briefwechsels aufmerksam gemacht werden, denn bei den Absendern und Adressaten handelt es sich z. B. um den Leiter der Kunsthalle Bremen Günter Busch, den Kunsthändler Richard Feigen, den Kunsthistoriker Erhard Göpel und seine Frau Barbara. Der Museumsdirektor Perry Rathbone und der Sammler Robert Gore Rifkind mit Stephanie Barron sind mit etlichen Briefen ebenso vertreten wie Peter Selz bzw. das Museum of Modern Art in New York, der Kritiker und Herausgeber Hilton Kramer, die Kunsthistoriker Friedhelm Fischer und Christian Lenz. Eine besonders glückliche Ergänzung zum Archivbestand stellen einige Briefe von Lilly von Schnitzler an Stephan Lackner dar. In den Briefen kommen viele Werke Beckmanns zur Sprache, ihre Entstehungsumstände und technische Daten, ihre Wege durch den Handel bis in die Museen oder Privatsammlungen. 1000 Briefe des Expressionismus an den Frankfurter Mäzen und Sammler Carl Hagemann (1867 – 1940) Etwa 1000, teilweise mit Zeichnungen versehener Briefe wichtiger deutscher Expressionisten und ihres Kreises, vor allem von Mitgliedern der Brücke, gehörten zum Nachlass von Carl Hagemann, einem der großen Mäzene dieser Bewegung. Das Briefkonvolut, das für die deutsche Geschichte und Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts von einzigartiger Bedeutung ist, wäre ohne die Max Beckmann Gesellschaft e. V. nicht als Gesamtheit erhalten geblieben, sondern über den Handel verstreut worden. Hagemanns Briefwechsel mit Künstlern des letzten Jahrhunderts erstreckte sich über dreißig Jahre. Seine besondere Vorliebe galt Ernst Ludwig Kirchner, von dem sich 346 Briefe erhalten haben. Zudem finden sich im Konvolut zahlreiche Schreiben u. a. von Schmidt-Rottluff, Heckel, Nolde und Nay, aber auch von dem Essener Museumsdirektor Ernst Gosebruch, der, wie die von ihm vertretenen, von Hagemann geförderten Künstler, unter dem Nationalsozialismus verfemt war Die Dokumente zeugen von einem außergewöhnlichen Vertrauen zwischen den Absendern und dem Adressaten, sodass ihnen nicht nur biographische Informationen, sondern auch Angaben zur Entstehung vieler Kunstwerke zu verdanken sind. Zahlreiche Briefe sind mit Skizzen, farbigen Entwürfen und Arbeiten der Druckgraphik versehen, die über ihren dokumentarischen Wert hinaus künstlerischen Eigenwert besitzen. Die Briefe stellen eine einmalige Quelle zur Rekonstruktion der kulturellen Lage Deutschlands zwischen den Weltkriegen dar und sind ein Kulturgut höchsten Ranges. Die Erwerbung durch die gemeinnützige Max Beckmann Gesellschaft für das von ihr betreute Archiv ist mit freundlicher Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder, der Bayerischen Landesstiftung, der Hubert Burda Stiftung, des Eleonora-Schamberger-Nachlasses sowie privaten Spendern und Eigenmitteln gelungen. Allen Helfern ein großer Dank! Im Max Beckmann Archiv befinden sich bereits über 2.000 Autographen, darunter ca. 270 von Max Beckmann selbst, aber auch aus seinem engeren und weiteren Kreis, außerdem Briefe von Benjamin, Benn, Barlach, Chagall, Rilke, Gropius, Kokoschka, Freud, Thomas Mann und vielen anderen. Mit dem Hagemann-Konvolut ist die Bedeutung des Archivs, auch als Forschungsstätte zum Expressionismus, überhaupt zur Kultur des 20. Jahrhunderts noch erheblich gesteigert worden. Zur Erwerbung siehe: Helena Pereña: "Ein Mensch wie Sie mit wirklichem Interesse für Bilder ist so selten in meinem Leben..." Briefe des Expressionismus an Carl Hagemann - Eine Neuerwerbung für das Max Beckmann Archiv. In: Aviso. Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst in Bayern 3/2009, S. 36-41 Bestandsüberblick Im Archiv werden 5000 Briefe, darunter knapp 300 Autographen Max Beckmanns, sowie Briefe von Thomas Mann, Walter Benjamin oder Sigmund Freud u. a. aufbewahrt. Eigene große Komplexe stellen die Briefe Max Beckmanns an Günther Franke, Stephan Lackner und Reinhard Piper dar, sowie die Briefe Mathilde "Quappi" Beckmanns an ihre Schwester Hedda. Es befinden sich auch viele Briefe im Archiv, die Freunde und Bekannte des Künstlers unter einander gewechselt haben, wie etwa die beiden Kunsthändler Günther Franke und I. B. Neumann. Zahlreich ist das Material, das von Stephan Lackner bzw. dessen Nachkommen an das Archiv gelangt ist, darunter viele Tiposkripte und sämtliche Publikationen des Schriftstellers. Im Max Beckmann Archiv werden außerdem ca. 6000 Photographien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und 1400 Spezialpublikationen aufbewahrt. Ein großer Teil dieser Bestände ist Eigentum der Max Beckmann Gesellschaft, ein anderer Teil gehört den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Der umfangreiche Bestand wird laufend ergänzt. Es werden außerdem die Werkverzeichnisse der Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik und Skulptur sowie die Bibliographie auf dem aktuellen Stand gehalten. Neuerwerbungen Im Juni 2005 wurden auf einer Auktion zwei Briefe Max Beckmanns an Günther Franke sowie das umfangreiche Konvolut des Briefwechsels von I. B. Neumann mit Günther Franke erworben, das etwa 130 Schriftstücke umfasst. Ebenfalls auf einer Auktion wurden im November desselben Jahres drei Photographien Max Beckmanns erstanden, die Helga Franke (d. i. Helga Fietz) 1938 aufgenommen hatte. Der Bestand des Archivs wurde 2005 zudem um einige Briefe und Karten
Max Beckmanns bzw. seines näheren Kreises aus Privatbesitz erweitert.
Mehrere Ansichtskarten, auf denen die für Max Beckmann wichtige Orte im
Ersten Weltkrieg zu sehen sind, wurden von Im Juli 2006 wurde ein neues Konvolut Nachlaß Stephan Lackner teilweise kauflich erworben und teilweise geschenkt. Im Jahr 2006 kamen zwei wertvolle Schenkungen zum Bestand des Archivs hinzu. Ina Beckmann-Deventer, Freiburg im Breisgau, hat im August 2006 eine Photographie von Beckmanns Schwester Grete Zech und eine weitere vom Geburtshaus des Malers in Leipzig geschenkt. Außerdem gehört jetzt der Originalplan zu Max Beckmanns Hermsdorfer Haus zum Bestand des Max Beckmann Archivs. Im Dezember 2006 wurde auf einer Auktion eine Fotoaufnahme von Hans
Moeller „Doppelportrait Max Beckmann und Reinhard Piper“, 1922, aus der
Sammlung Reinhard Piper gekauft. Eine wichtige Erwerbung für das Max Beckmann Archiv konnte im Juni
2008 verwirklicht werden. Dabei handelt sich um ein Konvolut Waldemar
und Oda Rösler mit sieben, zum Teil unveröffentlichte Schreiben von Max
Beckmann sowie dem Briefwechsel zwischen Waldemar beziehungsweise Oda
Rösler und verschiedenen Künstlern und Literaten wie etwa Ernst
Barlach, Gottfried Benn, Walter Gropius, Käthe Kollwitz und
Schmidt-Rottluff. Im Juli und August 2008 haben wertvolle Schenkungen den Bestand des
Max Beckmann Archivs bereichert. Dazu zählen neun Briefe des Dichters
Wolfgang Frommel, Beckmanns wichtigen Gesprächspartner in Amsterdam an
unterschiedliche Adressaten, außerdem eine Todesanzeige Frommels sowie
ein spätes Porträtfoto von ihm, aufgenommen von seinem Neffen Melchior
Frommel. Die Schenkung all dieser Dokumente ist den Nachkommen von
Gerhard Frommel zu verdanken. Eine Bereicherung des
Frommel-Bestandes im Max Beckmann Archiv kam noch im Mai 2009 hinzu.
Dabei handelt es sich um eine photographische Porträtreihe des
Dichters, die von Frau Hendrieckje van Keulen geschenkt wurde. Von Professor Peter Selz hat das Max Beckmann Archiv auch 6
Photographien, die ihn selbst und Peter Beckmann zeigen, aufgenommen
von Dímitri Hadzi (1921-2007), sowie einige Schriftstücke im
Zusammenhang mit seiner Beckmann-Ausstellung von 1964 und der Documenta
III. Weitere 12 Photographien kamen im Oktober 2009 hinzu. Ebenfalls im Juli schenkte der Dichter Durs Grünbein eine
eigenhändige Abschrift von seinem Gedicht „Was ich bin“, („ Im memoriam
Max Beckmann“). Frau Jeanette Scholz hat schließlich dem Archiv im August ein sehr wichtiges Konvolut übergeben mit 20 Briefen Max Beckmanns an Lilly von Schnitzler, davon 11 unveröffentlicht, außerdem mehreren Schreiben Lilly von Schnitzlers an unterschiedliche Adressaten sowie 11 Photographien von Max Beckmann 1938 im Amsterdam, aufgenommen von Helga Fietz. Die Nachkommen von Stephan Lackner, Mitglieder unserer Gesellschaft, denen wir schon umfangreiches Material verdanken, haben dem Archiv vier Manuskripte des Schriftstellers geschenkt: Paar im Sturm/Matthias und Marina, 1961, Das verzauberte Echo, 1955, Das Naturwunder, 1955, Asche (Professor Virrus), 1955. Im Juni 2009 wurde ein Brief von Max Beckmann an den
Kunsthistoriker Hermann Flesche in Braunschweig vom 12. September 1924
ersteigert. |
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